Der Arbeitssaal Dachkammer

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Geschichte

Der Arbeitssaal Dachkammer ist eine von der Fachschaft Elektrotechnik 1987 ins Leben gerufene Lerngemeinschaft für Studentinnen und Studenten der Fachrichtung Elektrotechnik, Technische Informatik, Angewandte Informatik und Wirtschaftsingenieur. Er ist Teil des Fachbereichs ET/IT und gehört zur Universität Hannover. Der Anlass für die Saalgründung war der Unmzug des Fachschaftsrates in das Gebäude Callinstraße 34. Nach dem Auszug der Schiffbauer stand deren ehemaliger Zeichensaal leer. Einige Mitglieder des Rates nutzten die Gelegenheit, einen neuen - vierten - Arbeitssaal zu gründen.

Die Besonderheit eines Arbeitssaals ist, dass es sich um eine Einrichtung der Universität Hannover handelt. Arbeitssäle sind einst aus dem Bedürfnis entstanden, Ingenieurstudenten Räume zur Verfügung zu stellen, in denen genügend Platz für Zeichenbretter zum Anfertigen von technische Zeichnungen vorhanden ist. Nicht jeder technische Studiengang benötigt heutzutage noch Zeichenbretter, doch die Einrichtung der Arbeitssäle (damals Zeichensäle) ist an der Universität Hannover geblieben. Sie ist einzigartig in Deutschland für den Fachbereich Elektrotechnik.

Ziele

Unsere Ziele sind:

Das bedeutet für uns:

Wir wollen nicht als Einzelkämpfer bestehen, sondern in Zusammenarbeit. Dafür soll der Gedankenaustausch zwischen

im Mittelpunkt stehen.

Es kommt uns nicht allein auf die Klausurvorbereitung, die Bildung von Laborgruppen etc. an, sondern wir wollen uns auch gegenseitig kennenlernen, und dabei die Vielfalt unterschiedlicher Meinungen und Ansichten kennen und schätzen lernen.

Die Dachkammer soll nicht nur dem eigenen Nutzen dienen, das eigene Studium gut zu bestehen. Es geht auch um die Erfahrung, durch Einsatz für andere mehr als nur den Lehrstoff der Vorlesungen zu lernen, Motivation zum Weitermachen zu erhalten und soziale Komponenten der eigenen Persönlichkeit nicht zu vernachlässigen.

Es geht um die aktive Mitgestaltung des eigenen Umfeldes. Um das gemeinsame miteinander Studieren, das dennoch erfolgreich für jeden ist!

Kurz: Es geht darum, "für's Leben zu lernen"!

Organisation

Die Dachkammer ist in studentischer Selbstverwaltung und hat eine Vereinsstruktur: Eine Satzung und darin verankert einen Saalsprecher, einen stellvertretenden Saalsprecher, einen Kassenwart sowie weitere Warte. Diese, für ein Jahr gewählten Personen, fühlen sich für einen bestimmten Aufgabenbereich zuständig, z.B. Sie organisieren

Die Dachkammer besteht aus einem 160m² großen Hauptsaal und einem 25m² großen Nebenraum, dem "Kämmerchen", den wir zu einem Rechnerraum ausgebaut haben.
Zusätzlich teilen wir uns mit dem Fachschaftsrat ET einen Pausenraum, den wir "Café" nennen. Für jedes der maximal 40 Mitglieder steht je ein halber Schreibtisch und ein halber Schrank zur Aufbewahrung der eingenen studienrelevanten Dinge zur Verfügung. Die Dachkammer hat von der Uni einen Anschluß ans Internet bekommen mit einer eigenen Domain (kammer.uni-hannover.de), zu dem jedes Mitglied Zugang erhält.

Mitgliedschaft

Die "Kammer" steht StudentINNen im Fachbereich ET/IT sowie in den Fachbereichen Angewandte Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen offen, der/die Interesse an diesen Aktivitäten hat.

Was verlangen wir dafür?
Einsatz und aktive Teilnahme am Gemeinschaftsleben, sowie einen Saalbeitrag von 10,- € pro Semester und Arbeitseinsätze. Die Mitgliedschaft kann jederzeit beendet werden, und ist auf die Dauer des Studiums an der Universität Hannover beschränkt. Ehemalige haben keine Verpflichtungen!

Frei nach dem Motto: "Jede Generation steht auf den Schultern ihrer Vorfahren, haben diese sich nicht aufgerichtet, kann es keinen Fortschritt geben!" ist die Kreativität neuer Mitglieder sehr erwünscht, damit wir etwas bewegen oder bewirken können. Ihr sollen dabei keine Grenzen gesetzt sein. Denkbar ist für die Zukunft z.B. die Organisation von Exkursionen in die Industrie, oder das "ins-Leben-rufen" eines Austauschprogrammes mit E-Technik Studierenden einer ausländischen Universität...

Arbeitsmittel, ideell und materiell

Die Stärke eines Arbeitssaals ist der Zusammenschluß von Studierenden verschiedener Semester eines Studiengangs: Leicht kann ein Lern- oder Nachhilfepartner gefunden werden. Höhere Semester können schnell wichtige Literaturhinweise geben und es sollte selbstverständlich sein, jüngeren in fachlichen Fragen sowie in Fragen betreffend der Studienorganisation beratend zur Seite zu stehen.

Im Laufe der Zeit wurde eine Präsenz-Fachbibliothek und Ordner mit Studienmaterial (z.B. alte Klausuren und Übungsaufgaben sowie Vorlesungsmitschriften) angelegt. Die Möglichkeit, Studien- und Diplomarbeitsvorträge anderer Mitglieder der Dachkammer zu besuchen, gibt einen breiten Einblick in die unterschiedlichen Fach- und Forschungsgebiete an der Universität und bereitet auf die eigenen Vorträge vor.

Die Beziehungen einzelner "Kämmerer" zu den Fachverbänden IEEE, VDE und VDI ermöglichen ein stets aktuelles Informationsangebot über die neuesten Innovationen im Ingenieursbereich sowie über anstehende Vortragsreihen und Exkursionen.

Dachkämmerer, können zur Anfertigung ihrer Studien- oder Diplomarbeit einen eigenen Computer in den Rechnerraum stellen, sofern Platz vorhanden und der Rechner für jedes Mitglied nutzbar ist. Der Hauptsaal ist jedoch befreit vom Rechnerlärm, um ungestörtes Arbeiten zu ermöglichen.

Der Beitrag der Dachkammer zum Studiengang und zum Fachbereich

Im Auftrag verschiedener Institute an der Universität Hannover organisieren wir die Vervielfältigung und den Verkauf von Übungsaufgaben, Formelsammlungen und alten Klausuren für die Studierenden.

Die Dachkammer ist im Laufe der Zeit seit Ihrer Gründung zu einem Ort des intensiven Informationsaustausches geworden. Aus den Reihen ihrer Mitglieder sind durch Vorbildfunktion der älteren Mitglieder (Oldster), studentische VertreterINNEN in vielen verschiedenen Gremien des Fachbereichs ET/IT der Universität Hannover hervorgegangen: Fachbereichsrat, Fachschaftsrat, Studienkommission, Diplom Prüfungsausschuss, Planungskommission sowie diverse Berufungskommissionen für vakante Professorenstellen.

Hier wird also Uni- und Fachbereichspolitik aktiv gestaltet und wir sind auf dem Laufenden, wenn es um Prüfungstermine, Fächerkataloge, Prüfungsbestimmungen, Veränderungen im Fachbereich, Umgestaltungen von Diplomprüfungsordnungen und die Einführung neuer Studiengänge geht.
Hinzu kommt, dass die Nähe zum Fachschaftsrat Elektrotechnik den "Dachkämmerern" eine aktive Mitgestaltung des "Kurzschluß", der Fachschaftszeitung der E-Techniker, ermöglicht.

Gemeinschaftsleben

Neben all den studiumsumfassenden Aktivitäten hat sich in der Dachkammer natürlich auch ein Leben neben dem Studium entwickelt:

In jedem Jahr am ersten Samstag im November feiern wir gemeinsam mit unseren ehemaligen Mitgliedern die Gründung der Dachkammer in Form eines Saalfrühstücks. Zu Beginn der Vorlesungsfreien Zeit im Sommer veranstalten wir für uns und die Freunde der Dachkammer ein kleines Sommerfest (Grillfest). Zu Nikolaus findet ein "Weihnachtswichteln" statt und es werden im Semester Saalabende organisiert, zu denen ein Professor oder ein Vertreter aus der "Wirtschaft" zu Gast ist, um in lockerer Atmosphäre Gedanken auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Kammermitglieder, die Ihr Vordiplom geschafft haben, werden saalintern während des Saalfrühstücks mit einer "Oldster-Urkunde" gebührend geehrt und für gerade fertig gewordene Diplom Ingenieure aus der Dachkammer ist es üblich geworden, nach ihrem Diplomvortrag Sekt auszugeben.